Kassensturz: Passives Einkommen Juli 2020

Kassensturz: Passives Einkommen Juli 2020

In unserem Kassensturz berichten wir Monat für Monat über die Entwicklung unseres Aktiendepots und unser passives Einkommen aus Dividenden. Wir geben einen Überblick über unsere Aktienkäufe und -verkäufe sowie unsere eingesammelten Dividenden.

Somit ermöglicht der Kassensturz eine regelmäßige Kontrolle unserer Ziele und gibt einen Überblick darüber, wo wir uns auf unserem Weg in die finanzielle Freiheit befinden.

Im Juli 2020 eröffneten wir eine neue Position, erhöhten unsere Anteile an drei bestehenden Beteiligungen und trennten uns von einer Position. Ein Unternehmen, an dem wir beteiligt sind, gab eine Dividendenerhöhung bekannt und eines die bereits vorangekündigte Dividendenkürzung.

Darüber hinaus konnten wir im Juli ein passives Einkommen aus Dividenden und anderen Quellen in Höhe von 530,32 Euro erzielen.

Unsere Aktienverkäufe im Juli 2020

Am 17.07.2020 haben wir uns von Siemens getrennt. Dieser Verkauf hat zwei Gründe. Den wesentlichen Grund, haben wir bereits ausführlich anlässlich der Dividendenzahlung von Siemens erläutert. Kurz und knapp waren wir mit dem Dividendenwachstum nicht zufrieden. Mit knapp 2,6% und abnehmender Tendenz entspricht dieses bei weitem nicht unseren Vorstellungen als Dividendeninvestor.

Als zweiter Grund kommt hinzu, dass demnächst die Ausgliederung der Energiesparte ansteht. Das hätte für uns bedeutet, dass wir drei Aktien des neuen Unternehmens eingebucht bekommen hätten und sich gleichzeitig der Wert unserer Siemens Aktien um den entsprechenden Gegenwert verringert hätte.

Im Ergebnis wären aus unserer kleinen Beteiligung an Siemens zwei Mini-Beteiligungen geworden. Einen ähnlichen Vorgang haben wir seinerzeit mit der BHP Group und South32 erlebt. Seit dem haben wir Anteile von South32 im Wert von sagenhaften 20,- Euro im Depot. Das wollten wir auf keinen Fall ein zweites Mal erleben. Insofern war der Spin-Off der Auslöser für die Umsetzung des ohnehin geplanten Verkaufs.

Diese Transaktion brachte uns 776,02 Euro zusätzliche Liquidität und einen Netto-Gewinn von 142,47 Euro. Gleichzeitig verringerte sie unsere erwarteten jährlichen Dividendeneinnahmen (eDEpa) um 27,30 Euro.

Unsere Aktienkäufe im Juli 2020

Im Juli kam es nur zu wenigen Transaktionen. Das lag vor allem daran, dass wir im Juli größtenteils auf Reisen waren. Außerdem müssen wir ein wenig sparen. Wir tätigten schon Anfang des Jahres eine größere Neuanschaffung für die nun, bei Lieferung, die Rest-Zahlung fällig wurde. Schließlich erwartet uns wohl eine Steuer-Nachzahlung für 2019, für die wir vorsorglich schon einmal Geld zurückhalten.

Schließlich konnten wir keine wirklich attraktiven Kaufgelegenheiten identifizieren. Zwar sanken einige Kurse wieder. Sie erreichten aber bei weitem noch nicht die wirklich attraktiven Bereiche, die wir im März / April gesehen haben. Und einen echten, nachhaltigen Aufschwung, der es rechtfertigen würde vergleichsweise teuer einzukaufen, können wir auch nicht erkennen.

Erst gestern am letzten Tag des Monats rutschten einige Kurse dann noch einmal kräftiger, sodass zumindest bei British American Tobacco und Pepsi unsere Limits unterschritten wurden.

An diesen Unternehmen konnten wir uns im Juli 2020 mit Aktienkäufen beteiligen

Aktienkäufe im Juli 2020
Aktienkäufe im Juli 2020

Insgesamt führten wir im Juli 4 Einzelkäufe und 8 Aktienkäufe per Sparplan durch. Dafür investierten wir insgesamt 2.632,09 Euro.

Unter Berücksichtigung des oben erwähnten Verkaufs haben wir nun in diesem Jahr insgesamt 34.451,57 Euro investiert und damit knapp 82% unseres Jahresziels von 42.200 Euro Neuinvestition durch Einzelkäufe erreicht.

Wir eröffneten mit PepsiCo eine neue Position und erhöhten unsere Beteiligungen bei British American Tobacco, Realty Income und Walgreens Boots Alliance. Damit halten wir aktuell Beteiligungen an 64 Unternehmen, was bereits deutlich über unserer Zielmarke von 50 Unternehmen liegt.

Von der aktuellen Anzahl Beteiligungen sind jedoch die Unternehmen, in die wir per Sparplan investieren, sowie (einige) Unternehmen, die wir bereits vor dem Einstieg in die Dividendenstrategie erworben haben, abzuziehen. Darüber hinaus verstehen wir diese als variable Zielmarke, für die eine geringfügige oder temporäre Unter- beziehungsweise Überschreitung unschädlich ist.

Auswirkung auf unser passives Einkommen aus Dividenden

Unsere Transaktionen im Juli führen trotz des Verkaufs von Siemens in Summe zu einer Steigerung unseres erwarteten, jährlichen, passiven Einkommens aus Dividenden um 101,24 Euro. Das entspricht einer Erhöhung unseres erwarteten, monatlichen, passiven Einkommens aus Dividenden um 8,44 Euro.

Im Juli gab Altria eine Steigerung der Dividende um 2,4% bekannt. Wells Fargo setzte die bereits vorab angekündigte Dividendenkürzung um 80,4% um.

Die Summierung der Dividendenanpassungen und Transaktionen im Juli ergibt im Ergebnis immer noch eine Steigerung unserer erwarteten jährlichen Dividendeneinnahmen (eDEpa) um 77,47 Euro.

Dem gegenüber steht der schwächelnde Dollar. Dieser knabbert mächtig an unserem eDEpa, sodass dieses im Ergebnis um 79,17 Euro auf 3.457,00 Euro sinkt. Das entspricht einer Verringerung unseres durchschnittlichen, monatlichen, passiven Einkommens aus Dividenden um 6,60 Euro auf 288,08 Euro.

Der schwächelnde Dollar, der aktuell gegen uns arbeitet, beunruhigt uns dabei weniger. Als langfristig orientierte Anleger gehen wir davon aus, dass sich dieser Trend auf Dauer auch wieder umkehrt und sich diese Bewegungen langfristig ausgleichen.

Insofern gilt weiterhin: Sofern der aktuelle Status beibehalten wird, erhalten wir unser passives Einkommen bis in alle Ewigkeit. Natürlich gehen wir davon aus, dass die Unternehmen, an denen wir beteiligt sind, nicht nur die Dividende in gleicher Höhe weiter bezahlen, sondern diese Jahr für Jahr steigern werden.

Unser passives Einkommen im Juli 2020

Auch im Juli 2020 erhielten wir passives Einkommen aus Dividenden und weiteren Quellen. Insgesamt durften wir uns über 530,32 Euro freuen, die durch Dividenden, Einspeisevergütung für Solarstrom und die Ersparnis aus dem selbst genutzten Strom unserer Photovoltaikanlage zusammen kamen.

Passives Einkommen aus Dividenden

Im Juli erhielten wir Dividendeneinnahmen in Höhe von 370,80 Euro.
Insgesamt haben wir in diesem Jahr damit bereits 1.838,66 Euro Dividenden eingesammelt und damit 73,5% unseres Jahresziels von 2.500 Euro erreicht.

Unser Freistellungsbetrag ist nun aufgebraucht. Die Netto-Gutschriften der kommenden Monate werden dementsprechend leider deutlich geringer ausfallen.

Im Vergleich zum Vorquartal der Gruppe A, also dem April, ergibt sich ein Plus von 224,97 Euro (+154%).

Im vorigen Jahr, also im Juli 2019, erhielten wir Dividenden in Höhe von gerade einmal 28,12 Euro, die von zwei Unternehmen stammten.
Somit ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein üppiges Plus von 342,68 Euro (+1.313%).

Die folgende Grafik zeigt unsere Dividendeneinnahmen im Juli im Vergleich mit dem Vormonat bzw. Quartal und dem Vorjahr je Unternehmen. Dabei ergeben sich andere Summen als zuvor ausgeführt, da das jeweilige Unternehmen und nicht der Betrachtungszeitraum zur Abgrenzung verwendet wird.

Passives Einkommen aus Dividenden im Juli 2020
Passives Einkommen aus Dividenden im Juli 2020

In Summe erhielten wir in den letzten 12 Monaten (TTM) Dividendeneinnahmen in Höhe von 2.431,18 Euro. Dies entspricht durchschnittlich 202,60 Euro pro Monat. (+28,43 Euro/+16% im Vergleich zum Vormonat).
Folglich haben wir aktuell 6,75 Prozent unseres angestrebten Ziels von 3.000 Euro pro Monat erreicht.

Passives Einkommen aus Dividenden im Jahresvergleich (Stand: 31.07.2020)
Passives Einkommen aus Dividenden im Jahresvergleich (Stand: 31.07.2020)

Passives Einkommen aus weiteren Investitionen

Auch im Juli erhielten wir einen Abschlag auf die Vergütung für den eingespeisten Strom unserer Photovoltaikanlage in Höhe von 120 Euro.

In Bezug auf die Produktion und die Sonnenstunden lag der Juli noch einmal unter dem eher enttäuschenden Niveau des Juni. Wir produzierten insgesamt nur 1.772 kwh Strom und damit 26 kwh weniger als im Juni.

Unser Stromverbrauch sank auf 220 kwh (-22%). Von diesen konnten wir 152 kwh aus eigener Produktion decken. Nur 68 kwh Strom mussten wir aus dem Netz zukaufen. Unser Autarkiegrad beträgt damit im Juli 69%.

Die Ersparnis für den selbst produzierten Strom entspricht 39,52 Euro.

In Summe erhielten wir bislang 1.214,46 Euro Einspeisevergütung und konnten 388,85 Euro Stromkosten sparen. Unter Vernachlässigung der steuerlichen Behandlung der PV-Anlage beträgt der näherungsweise Return on Invest 10,54 und die Verzinsung 12,74 Prozent.

Wertentwicklung unseres Aktiendepots im Juli 2020

Im Juli gab es überwiegend wenig Bewegung in unserem Depot. Erst gestern ging es dann doch noch abwärts. Mit einem Minus von 0,49%. verringerte sich der Wert unseres Aktiendepots nach drei positiven Monaten erstmalig in diesem Jahr. Unter Berücksichtigung der oben erwähnten Transaktionen verringerte sich der Depotwert sogar um 2,6%.

Gewinner des Monats war Digital Realty Trust mit 11,66% Kurszuwachs.
Verlierer des Monats war British American Tobacco mit 17,38% Kursverlust.

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3 Kommentare

  1. Glückwunsch zu diesen guten Juli-Einnahmen aus Dividenden. Gegenüber dem Vorjahr ist es doch ein Riesensprung. Klar, ohne Corona wäre es noch mehr gewesen.

    Der schwache Dollar stört mich im Augenblick überhaupt nicht. Da der größte Teil meiner monatlichen Investitionssumme von meinem Euro-Gehalt kommt, ergeben sich so noch bessere Kaufkonditionen bei US-amerikanischen Aktien. Das wird meinem Depot auf Dauer sicher zu Gute kommen.

    Viele Grüße
    Mike

    1. Hi Mike,

      ist das wirklich so, dass die Aktien günstiger zu haben sind?
      Bin mir da nicht so wirklich sicher.
      Wäre ich Bank/Händler/Marktplatz, dann würde ich mir einen großen Teil der in diesem Fall positiven Differenz selber einstecken.
      Irgendwie müssen die 0,- Euro Transaktionsgebühren ja wieder gegenfinanziert werden. 😉
      Der Wechselkurs beim Kauf lässt sich auch nicht wirklich nachvollziehen – zumindest steht auf meinen Kaufabrechnungen keiner drauf.

      Insofern glaube ich, dass Du nur eine wirkliche Chance hast von dem Wechselkurs zu profitieren wenn Du Deine Aktien in US-Dollar und nicht in Euro kaufst.
      Und wer macht das schon? Vermutlich die wenigsten von uns….

      Viele Grüße
      der Kassenwart

  2. Hallo Kassenwart,

    ich habe mein (Haupt)Depot bei LYNX und kaufe tatsächlich jede Aktie an der Heimatbörse in der entsprechenden Landeswährung. D.h. in den meisten Fällen an der NYSE in USD. 🙂

    Viele Grüße
    Mike

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