Kassensturz: Passives Einkommen März 2021

Kassensturz: Passives Einkommen März 2021

In unserem Kassensturz berichten wir Monat für Monat über die Entwicklung unseres Aktiendepots, unser passives Einkommen aus Dividenden und unser aktives Einkommen aus dem Optionshandel. Wir geben einen Überblick über unsere Aktienkäufe und -verkäufe sowie unsere eingesammelten Dividenden und Optionspämien.

Somit ermöglicht der Kassensturz eine regelmäßige Kontrolle unserer Ziele und eine Einschätzung darüber, wo wir uns auf unserem Weg in die finanzielle Freiheit befinden.

Im März 2021 eröffneten wir eine neue Beteiligung, führten unsere Sparpläne mit den regelmäßigen Beiträgen aus und erhöhten so unsere Beteiligung an acht bestehenden Positionen. Darüber hinaus erhöhten wir drei Beteiligungen per Einmalkauf. Außerdem verkauften wir unsere Anteile eines Unternehmens. Im März gaben zwei Unternehmen, an denen wir beteiligt sind, eine Dividendenerhöhung bekannt. Schließlich schloßen wir drei laufende Optionen und verkauften 7 neue Optionen.

Insgesamt konnten wir im März 2021 ein passives Einkommen aus Dividenden und anderen Quellen sowie dem aktiven Optionshandel in Höhe von rund 1.323,71 Euro erzielen.

Unsere Aktienverkäufe im März 2021

Im März haben wir uns von der AXA getrennt. Seit unserem Einstieg im Jahr 2015 konnte das Unternehmen unsere Erwartungen nicht erfüllen. Die Freude an der durchaus akzeptablen Dividendenrendite wurde durch die hohe französische Quellensteuer getrübt. Der finale Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte, war die Dividendenkürzung im vergangenen Jahr, die mutmaßlich ausschließlich aufgrund politischen / öffentlichen Drucks erfolgte.

Am 03.03.2021 verkauften wir unsere 20 AXA Aktien zu einem Kurs von 22,00 Euro.

Insgesamt hatten wir inklusive Transaktionsgebühren 493,00 Euro investiert. In fast sechs Jahren Haltezeit erhielten wir 130,80 Euro Dividenden. Für den Verkauf erlösten wir nach Abzug der Transaktionskosten 436,00 Euro.

Damit realisierten wir einen Handelsverlust von 57,00 Euro. Unter Berücksichtigung der erhaltenen Dividenden verblieb ein Gewinn von 73,08 Euro oder rund 14,97%. Die Verzinsung dürft ungefähr 2,5% betragen haben.

Unsere Aktienkäufe im März 2021

Angesichts der Geldschwemme durch die Notenbanken explodieren die Börsen geradezu. Gefühlt werden die Investitionsmöglichkeiten daher momentan von Monat zu Monat weniger. Und dennoch findet sich immer wieder eine Gelegenheit.

Im März 2021 wurden wir durch einen anderen Finanzblogger auf Sixth Street Specialty Lending aufmerksam. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine Business Development Company (BDC), die sich vor allem durch üppige Dividenden auszeichnet. So wird bspw. im April eine Sonderdividende von 1,25 USD je Aktie ausgeschüttet. Die reguläre Dividendenrendite beträgt etwa 8% und wird durch regelmäßige Sonderdividenden in schwankender Höhe ergänzt.

Um uns die April-Sonderdividende noch zu sichern griffen wir beherzt zu und legten uns die ersten 50 Aktien in’s Dpeot.

Darüber hinaus konnten wir unsere Beteiligungen an American Tower, Digital Realty Trust und PepsiCo aufstocken.

Schließlich ließen wir zur Mitte des Monats eine zusätzliche Sparplanausführung für Microsoft zu. Microsoft ist damit unsere erste „volle“ Sparplanposition mit einem Investitionsvolumen von rund 500,00 Euro. Im April wird der Sparplan dennoch ein weiteres Mal in geringerem Umfang ausgeführt, um auf eine ganzzahlige Stückzahl zu kommen und den Bestand anschließend von Trade Republic zu Smartbroker umziehen zu können.

Anfang des Monats buchten wir 3.000 Euro von unserem Verrechnungskonto auf unser Optionsdepot um. Davon führten wir jedoch schon zur Mitte des Monats 1.500 Euro zurück. Neben den erhaltenen Nettodividenden und dem Nettoerlös aus dem Verkauf der AXA haben wir unserem Verrechnungskonto 1.500 Euro zugeführt, sodass sich der in Anspruch genommene Wertpapierkredit um rund 2.100,00 Euro auf rund 40% des verfügbaren Kreditrahmens erhöht hat.

An diesen Unternehmen konnten wir uns im März 2021 mit Aktienkäufen beteiligen

Aktienkäufe im März 2021
Aktienkäufe im März 2021

Im März führten wir vier Einzelkäufe in unser Dividenden-Depot durch. Dafür investierten wir insgesamt 2.806,40 Euro. Abzüglich des Verkaufserlöses von AXA verbleiben 2.366,40 Euro Neuinvestition.

Die gesamte Investitionssumme für Einzelkäufe des Jahres 2021 steigt damit auf 1.606,64 Euro und somit rund 9,5% unseres Jahresziels von 16.956 Euro Neuinvestition durch Einzelkäufe.

Darüber hinaus führten wir neun Aktienkäufe per Sparplan in unser Wachstumswerte-Depot durch. Dafür investierten wir insgesamt 224,86 Euro.

Die gesamte Investitionssumme für Sparplankäufe des Jahres 2021 steigt damit auf 1.366,93 Euro und somit rund 60% unseres Jahresziels von 2.400 Euro Neuinvestition durch Sparplankäufe.

Nach dem Abgang von AXA und dem Zugang von Sixth Street Specialty Lending halten wir weiterhin Beteiligungen an 67 Unternehmen.
Davon entfallen 56 auf unser Dividenden- und 11 auf unser Wachstumswerte-Depot.

Auswirkung auf unser passives Einkommen aus Dividenden

Unsere Transaktionen im März führen zu einer Steigerung unseres erwarteten, jährlichen, passiven Einkommens aus Dividenden zum Wechselkurs vom 31.03.2021 um 116,12 Euro. Das entspricht einer Steigerung unseres erwarteten, monatlichen, passiven Einkommens aus Dividenden um 9,68 Euro.

Im März wurden folgende Dividendenanpassungen bekannt gegeben:

  • PepsiCo (PEP) steigert die Dividende um 5,13% im Vergleich zum Vorquartal und -jahr.
  • Realty Income (O) steigert die Dividende um 0,21% im Vergleich zum Vorquartal und damit um 1,73% im Vergleich zum Vorjahr.

Damit haben aktuell bereits 17 Unternehmen, an denen wir beteiligt sind, in diesem Jahr ihre Dividende gesteigert.

In Summe steigen unsere erwarteten jährlichen Dividendeneinnahmen (eDEpa) basierend auf dem Wechselkurs vom 31.03.2021 um 229,56 Euro auf 4.277,89 Euro.
Das entspricht einem monatlichen Einkommen aus Dividenden von 356,49 Euro.

Unser passives und aktives Einkommen im März 2021

Auch im März 2021 erhielten wir passives Einkommen aus Dividenden, der Einspeisevergütung für Solarstrom und der Ersparnis aus dem selbstgenutzten Strom unserer Photovoltaikanlage sowie dem aktiven Optionshandel.

Insgesamt durften wir uns über 1.323,71 Euro freuen.

Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich ein Plus von 288,62 Euro (+28%).

In Summe erhielten wir in den letzten 12 Monaten (TTM) Einkommen aus unseren Investitionen in Höhe von 7.225,86 Euro. Dies entspricht durchschnittlich 602,15 Euro pro Monat. (+79,33 Euro/+15% im Vergleich zum Vormonat).

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung unseres durchschnittlichen monatlichen Einkommens auf Basis der rollierenden 12-Monatssumme.

Entwicklung des rollierenden 12-Monats-Durchschnittseinkommen im März 2021
Entwicklung des rollierenden 12-Monats-Durchschnittseinkommen im März 2021

Passives Einkommen aus Dividenden

Im März erhielten wir Dividendeneinnahmen von 29 Unternehmen in Höhe von 389,64 Euro.

Insgesamt haben wir im Jahr 2021 bereits 975,15 Euro Dividenden eingesammelt und damit 22% unseres Jahresziels von 4.500 Euro erreicht.

Im Vergleich zum Vorquartal der Gruppe C, also dem Dezember 2020, ergibt sich ein Minus von 11,53 Euro (-2,9%). Dieses Minus ist jedoch den Sonderdividenden von MSC Industrial und Fastenal geschuldet. Zieht man diese ab, so ergibt sich ein Plus von 100,54 Euro (+35%).

Im vorigen Jahr, also im März 2020, erhielten wir Dividenden in Höhe von 197,86 Euro, die von 15 Unternehmen stammten. Somit ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 191,78 Euro (+97%).

Die folgende Tabelle zeigt unsere Dividendeneinnahmen im März 2021 im Vergleich mit dem Vormonat bzw. -quartal und dem Vorjahr je Unternehmen. Dabei ergeben sich andere Summen als zuvor ausgeführt, da das jeweilige Unternehmen und nicht der Betrachtungszeitraum zur Abgrenzung verwendet wird (Monatszahler vs. Quartalszahler).

Passives Einkommen aus Dividenden im März 2021
Passives Einkommen aus Dividenden im März 2021

In Summe erhielten wir in den letzten 12 Monaten (TTM) Dividenden in Höhe von 3.812,64 Euro. Dies entspricht durchschnittlich 317,72 Euro pro Monat. (+16,02 Euro/+5,3% im Vergleich zum Vormonat). Folglich haben wir aktuell 10,6% unseres angestrebten Ziels von 3.000,00 Euro pro Monat erreicht.

Passives Einkommen aus Dividenden im Jahresvergleich (Stand: 31.03.2021)
Passives Einkommen aus Dividenden im Jahresvergleich (Stand: 31.03.2021)

Passives Einkommen aus weiteren Investitionen

Auch im März erhielten wir einen Abschlag auf die Vergütung für den eingespeisten Strom unserer Photovoltaikanlage in Höhe von 124,00 Euro.

Wir produzierten insgesamt rund 1.338 kwh Strom und damit 608 kwh mehr als im Februar. Von der Gesamtproduktion speisten wir 1.151 kwh in das Netz ein.

Im Vergleich zum Vorjahr produzierten wir 45 kwh weniger Strom und speisten 27 kwh weniger Strom in das Netz ein.

Unser Stromverbrauch stieg auf 330 kwh (+5%). Von diesen konnten wir 187 kwh aus eigener Produktion decken. 144 kwh Strom mussten wir aus dem Netz zukaufen. Unser Autarkiegrad beträgt damit im März 57%.

Die Ersparnis für den selbst produzierten Strom entspricht 51,52 Euro.

In Summe erhielten wir bislang 2.232,90 Euro Einspeisevergütung und konnten 729,84 Euro Stromkosten sparen. Unter Vernachlässigung der steuerlichen Behandlung der PV-Anlage beträgt der näherungsweise Return on Invest 19,47% und die Verzinsung 12,58%.

Aktives Einkommen aus dem Optionshandel

Im März schlossen wir drei Put-Optionen vorzeitig und verkauften 7 neue Put-Optionen. In Summe erlösten wir auf diese Weise einen Überschuss in Höhe von 904,00 US-Dollar / 758,55 Euro.

Im Vergleich zum Vormonat ist dies eine Steigerung um 227,05 Euro oder 43%.

Damit beträgt der Wert des Options-Depots momentan in Summe rund 7.400 Euro (5.300,00 USD und 3.000,00 Euro).

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über unsere Handelsaktivitäten.

Aktives Einkommen aus Optionsprämien im März 2021
Aktives Einkommen aus Optionsprämien im März 2021

In Summe erhielten wir in den letzten 12 Monaten (TTM) (von denen erst drei vergangen sind) Optionspämien in Höhe von 1.382,17 Euro. Dies entspricht durchschnittlich 460,72 Euro pro Monat. (+148,91 Euro/+48% im Vergleich zum Vormonat).

Aktives Einkommen aus Optionspämien im Jahresvergleich (Stand: 31.03.2021)
Aktives Einkommen aus Optionspämien im Jahresvergleich (Stand: 31.03.2021)

Wertentwicklung unseres Aktiendepots im März 2021

Hinsichtlich der Wertentwicklung unserer Depots endete der März mit einem Plus von 12.120,57 Euro oder 12,57%.
Unter Berücksichtigung der oben erwähnten Transaktionen ergab sich ein Plus von 9.578,63 Euro oder 10,47%.

Gewinner des Monats war Altria mit 20,22% Kurszuwachs.
Verlierer des Monats war BHP Group mit 8,11% Kursverlust.

 

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3 Kommentare

  1. servus, vielen dank für die vielen tollen posts und die monatliche auswertung. eine frage zu den optionen: ihr wisst doch noch gar nicht, ob und zu welchem preis ihr die put optionen ggfs zurückkaufen werdet. ich stelle mir selbst die frage (und nun auch euch) wie die „bilanz“ korrekt ist:
    variante 1: so wie ihr hier
    variante 2: oder erst als einnahme verbuchen wenn die optionen ausgelaufen sind oder die optionen geschlossen (bei puts eben zurück gekauft) sind.

    beste osterliche grüße

    1. Hallo Torsten, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich gehe darauf in den nächsten Tagen ausführlicher ein. Bin gerade nur mobil online. Viele Grüße der Kassenwart

    2. Guten Morgen,

      wie versprochen kommt hier die ausführlichere Antwort.
      Aus meiner Sicht gibt es bzgl. der Verbuchung der Optionsprämien kein richtig oder falsch.
      Je nachdem, was man betrachtet ergeben sich verschiedene Wege.
      Will man die Rendite der Optionen, die man zu einem Underlying handelt vergleichen, bietet es sich an alle Transaktionen zusammenzufassen. Das entpricht wohl Deiner Option 2.

      Wir haben uns entschieden Zahlungsflüsse zu betrachten. Die Einbuchung des Underlyings ist in unserer Strateggie vorgesehen und nicht zu vermeiden. Nur deshalb können wir Optionen nah am aktuellen Kurs verkaufen und die hohen Prämien kassieren. Der Rückkauf einer Option ist daher eigentlich nicht vorgesehen, der Verfall der Option der Standard. Wir haben bisher nur Optionen zurückgekauft weil wir neue Optionen verkaufen wollten und den „reservierten“ Cash-Bestand freigeben wollten.

      Aus diesem Grund ist eine Prämie für uns verdient sobald sie gutgeschrieben wird. Fällt eine Ausgabe zu einem Rückkauf oder bei Einbuchung an, dann ist das eine neue Transaktion.

      Für uns macht’s das insgesamt auch einfacher und übersichtlicher weil wir keine rückwirkenden Korrekturbuchungen vornehmen müssen.

      Nichtsdestoweniger tragen wir einen Rückkauf aber auch zur ursprünglichen Option ein und korrigieren die Rendite. Letztendlich ist die Information für uns aber relativ unwichtig. Bisher haben wir derart hohe Prämien erzielen könnennn, dass uns die Information „hoch“ als Angabe zur Rendite reicht. 😉

      Uns ärgert viel mehr, dass noch nichts eingebucht wurde. Wir sind ja eigentlich viel mehr am Aufbau eines langfristigen Dividendenstroms interessiert. Die Optionsprämien sind dabei nur angenehmer Nebeneffekt.

      Ich hoffe ich konnte Deine Frage zufriedenstellend beantworten.

      Viele Grüße und frohe Ostern
      der Kassenwart

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